Grundausbildung

Triggerpunkt-Therapie IGTM/IMTT®
Die Internationale Gesellschaft für Schmerz- und Triggerpunktmedizin® veranstaltet seit 2014 gemeinsam mit der Schweizer Interessensgemeinschaft für Myofasziale Triggerpunkt-Therapie, IMTT®, folgende Fort- und Weiterbildungsangebote:

Inhalte:

Myofaszialer Schmerz
Das Konzept des myofaszialen Schmerzes ist ein neues Paradigma in der Schmerz- und Bewegungsapparatmedizin. Seine Kernsätze lassen sich wie folgt formulieren:


„Viele Schmerzen des Bewegungssystems haben Ihren Ursprung in der Muskulatur. Durch Überlastung oder traumatische Überdehnung entstehen in einem Muskel häufig Zonen, die unter einer Sauerstoffunterversorgung leiden (Hypoxie). In der Folge können sich in diesem Bereich die Myosin- und Aktinfilamente nicht mehr voneinander lösen (Rigorkomplex).

Diese erkrankten Muskelstellen sind tastbar (Triggerpunkte):

durch Provokation mittels Druck wird ein Schmerz ausgelöst, der oft in andere Körperregionen übertragen wird (referred pain). Aber nicht nur Schmerzen, auch Parästhesien, Muskelschwächen ohne primäre Atrophie, Bewegungseinschränkungen, propriozeptive Störungen mit Beeinträchtigung der Koordination und autonome vegetative Reaktionen können durch Triggerpunkte verursacht werden.

Die Summe der Symptome, ausgelöst durch einzelne aktive Triggerpunkte, wird als „Myofasziales Schmerz-Syndrom“ bezeichnet.

Durch eine gezielte Triggerpunkt-Therapie lässt sich diese Pathologie, auch wenn sie lange Zeit bestanden hat, in der Regel wieder beseitigen.

Die Behandlung Triggerpunkt-Therapie

Die manuelle Triggerpunkt-Therapie setzt die Erkenntnisse von Janet G. Travell (1901-1997) und David G. Simons über myofasziale Schmerzen in eine manualtherapeutische Methode um. Mittels spezifischen Massagetechniken werden dabei die Triggerpunkte gezielt und effektiv deaktiviert. Weil bei chronischen Schmerzpatienten das Bindegewebe oft reaktiv verändert und verkürzt ist, hat Beat Dejung Bindegewebstechniken von Ida Rolf (1896-1979) in unser Therapiekonzept integriert. Dieses ist heute zu einem systematischen Behandlungskonzept gereift: vier manuelle Techniken werden ergänzt durch Dehnen/Detonisieren und funktionelles Training der betroffenen Muskulatur.

Der Lehrgang
Dieser Lehrgang steht allen Physiotherapeuten und Ärzten offen. Er kann mit einer Prüfung abgeschlossen werden. Die erfolgreichen Absolventen erhalten ein Zertifikat. Die einzelnen Kurse werden anerkannt, wenn sie dem IMTT/IGTM-Standard entsprechen. Eine Therapeutenliste finden Sie und Ihre Patienten unter www.triggerpunkt-therapie.eu oder www.igtm.org

Kursprogramm
Seit 2006 bieten wir das bewährte IMTT-Ausbildungsprogramm in neuer Kursstruktur an: Die Gliederung in Modul 1 (5 Tage) und Modul 2 (5 Tage) ermöglicht eine bessere Aufteilung der Lehrinhalte und ein effizienteres Erreichen der Lernziele.

Inhalt
Rumpf-, Nacken-, und Schultermuskeln

Stichworte
Nackenschmerz, Kopfschmerz, Schulterschmerz, „low back pain“, Thoraxschmerz

Ziele
Die Teilnehmenden lernen myofaszial verursachte Schmerzen und Funktionsstörungen des neuromuskuloskelettalen Systems erkennen. Sie wissen um die zugrunde liegenden pathophysiologischen Veränderungen der myofaszialen Strukturen und können diese (im Bereich von Rumpf, Nacken und Schulter) mittels manueller Techniken gezielt und adäquat behandeln. Sie verstehen, bekannte Konzepte der funktionellen Bewegungstherapie ins Behandlungskonzept zu integrieren sowie Patienten angemessen zu instruieren.

Zielgruppe/Voraussetzung Physiotherapeuten und Ärzte Inhalt

Extremitätenmuskeln, Kopf-, Gesichts- und Kaumuskeln, Entrapments

Stichworte
Kopfschmerz, Schleudertrauma, Kieferschmerzen; „thoracic outlet syndrom“, Epikondylopathie, Karpaltunnelsyndrom, Supinatorsyndrom, Pronatorsyndrom, Handgelenk- und Fingerschmerz; Piriformissyndrom, Trochanterschmerz, Begleitschmerz bei Arthrose, Leistenschmerz, Knieschmerz, Tarsaltunnelsyndrom, Achillodynie.

Ziele
Die Teilnehmenden vertiefen Ihr Verständnis über myofaszial verursachte Schmerzen und Funktionsstörungen und setzen sich mit komplexen myofaszialen Schmerzsyndromen auseinander (Clinical Reasoning). Sie verfeinern und differenzieren die manuellen Behandlungstechniken im Bereich der Kopf- und Extremitätenmuskulatur.

Stoßwellentechniken:
Die IGTM e.V. wird ab 2017 in Kooperation mit der IGOSt einen Kurs „Extrakoporale Stoßwellen als Werkzeug für die Behandlung myofaszialer Triggerpunkte“ anbieten. Dieser Kurs wird u.a. von Herrn Dr. rer. nat. Markus Hansen, Orthopäde und 1. Vorsitzender der IGTM e.V. oder zwei weiteren ärztlichen Referenten geleitet. Informationen über www.igost.de oder per Email an info@remove-this.igtm.org.

Dry Needling
Ein Dry Needling Kurs ist in Kooperation mit der IMTT Schweiz ab 2017 in Köln geplant. Weitere Informationen erhalten Sie über die IGTM-Geschäftsstelle, info@igtm.org.

Kursort:
Physiocum Laude im Eduardus Krankenhaus
Custodisstr. 3-17
50679 Köln
www.pcl-koeln.de

Referent:
Roland Gautschi, MA, PT, Senior-Instruktor, IMTT e.V., Schweiz
Detlef Katzki, PT, IGTM e.V.
Dr. Markus Hansen, Orthopäde, IGTM e.V.

Weitere Informationen zu den Kursinhalten erhalten Sie hier

Modul 1 

Modul 2

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IGTM - Internationale Gesellschaft für Schmerz- und Triggerpunktmedizin e.V
Eicher Str. 4
D-53819 Neunkirchen

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